Stele der Erinnerung

Stele der Erinnerung

Mit einer Feierstunde wurde am 10. Oktober 2012 in der Hintergasse an das jüdische Leben in Offenbach gedacht. Die freigelegte und restaurierten Synagogen-Ostwand, zwei Informationstafeln und die „Stele der Erinnerung“ verweisen darauf.

 

 

 

Mehr als 200 Jahre waren die Straßen um die Synagoge in der Großen Marktstraße Zentrum des jüdischen Lebens in Offenbach, in denen viele jüdische Kaufleute bis zur Vertreibung durch die Nationalsozialisten Geschäfte und Betriebe unterhielten. Anton Jakob Weinberger, Vorsitzender der Max Dienemann/Salomon Formstecher-Gesellschaft betonte: „Das Viertel war kein Ghetto. Juden und Christen lebten Tür an Tür.“

Die Ostwand der 1729/30 erbauten zweiten Synagoge in der früheren Großen Judengasse, seit 1822 Große Marktstraße, ist vor kurzem freigelegt und restauriert worden. Nun steht die Synagogenwand unter Denkmalschutz. Die Freilegung der Wand, die heute Teil eines im Privatbesitz befindlichen Geschäftshauses ist, erfolgte mit Unterstützung des Projekts „Aktive Innenstadt Offenbach“.

Ein Höhepunkt der Feierstunde war die Enthüllung der „Stele der Erinnerung“, entworfen vom HfG-Absolventen Eugen El im Auftrag der Max Dienemann/Salomon Formstecher Gesellschaft. Mit diesem Kunstwerk soll an die Gründung der Israelitischen Gemeinde Offenbach vor mehr als 300 Jahren erinnert werden. Die Marschner Stiftung, Frankfurt, hat die Realisierung dieses Projekts durch eine großzügige Spende ermöglicht.

Ferner wurden Informationstafeln zur Geschichte der Juden in Offenbach und zur jüdischen Siedlungsstätte in der Großen und der Kleinen Judengasse (einst Schäfergasse, heute Kleine Marktstraße) vorgestellt. Diese Informationstafeln sind Teil des Stadtinformationssystems und wurden vom Amt für Stadtplanung und Baumanagement sowie dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit der Max Dienemann/Salomon Formstecher Gesellschaft gestaltet.
Foto: Bernd Georg

Karree Offenabach - Innenstadt anders erleben