Alte Steine im Karree

Alte Steine im Karree

In der Hintergasse, eine Seitenstraße von der Großen Marktstraße, wurde ein Stück historischer Mauer freigelegt. Dabei handelt es sich um die Ostwand der ersten Synagoge in der Stadt, die in der früheren Judengasse stand.

 

 

 

Diese schöne Mauer – erkennbar sind  auch frühere Türen und Fenster – wurde vom Eigentümer der Immobilie, die heute einen Drogeriemarkt zum Mieter hat, freigelegt und steht bereits unter Denkmalschutz. Das Areal hat eine wechselvolle Geschichte: Die Synagoge wurde 1708 in der früheren „Juden Gass“ errichtet. 1721 zerstörte ein Brand das Gotteshaus, das 1729 neu gebaut wurde. Als 1916 die neue Synagoge an der Goethestraße – heute das Capitol – eingeweiht wurde, entstand in dem Gebäudekomplex ein Theaterkino, dessen Nachfolger Gloria im Jahr 2000 seine Pforten schloss. Danach zogen mehrere Boutiquen und andere Geschäfte ein und aus, bis nun ein größerer Umbau für den Drogeriemarkt erfolgte.

Quelle: Offenbach-Post

Foto: Bernd Georg

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